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Auswertesystem für den geplanten "Information Protector 07" beim ZTransfBw
Kunde:
Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw)Herausforderung:
- Aufbau eines kontinuierlichen maritimen Lagebildes zum Schutz der deutschen Hoheitsgewässer und der ausschließlichen Wirtschaftszone
Lösung:
- CSC-Studie, welche die Auswertung von Informationsquellen unterstützt, Entscheidungshilfen gibt und Vorschläge zur Realisierung unterbreitet
Ergebnisse:
- CSC-Studie beschreibt das Zielsystem IP07 für den Aufbau eines umfassenden Lagebildes
- Vorschläge über weitere Vorgehensweisen

Kunde
Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw) in Strausberg unterstützt das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) bei Aufgaben für die zentrale Steuerung des Transformationsprozesses. Außerdem bei Aufgaben für den Hauptprozess der Bundeswehrplanung, für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsätzen, Übungen und Experimenten sowie für Operations Research, Modellbildung und Simulation.
Herausforderung
Der Schutz der deutschen Hoheitsgewässer und der ausschließlichen Wirtschaftszone sind Aufgaben der deutschen Marine. Im Zuge der neuen "asymmetrischen" Bedrohung durch Terrorismus und andere Formen der Gewalt von nicht-staatlichem Ursprung gegenüber Deutschland, gewinnt der Aufbau eines kontinuierlichen maritimen vollständigen Lagebildes eine neue Bedeutung.
In der heutigen Sicherheitslage umfasst ein maritimes Lagebild den gesamten Boots- und Schiffsverkehr von Freizeitschifffahrt, kommerzieller Schifffahrt und militärischen Fahrzeugen. Es identifiziert den mit Sensoren erfassten und aus vielen Informationsquellen ergänzten kompletten Seeverkehr und klassifiziert diesen nach verschiedenen Gesichtspunkten. Dies geschieht, weil die neuartigen Bedrohungen vorrangig nicht mehr von militärischen Seefahrzeugen (Seestreitkräften) anderer Staaten ausgehen.
Wenn von einem vollständigen maritimen Lagebild Handlungserfordernisse abzuleiten sind, ist es derzeit unklar, welche Organisation zuständig ist und in welcher Form sie tätig sein soll. Ob und wann ein Handlungserfordernis ansteht, bleibt unberührt von den angesprochenen Zuständigkeiten. Daher haben sich die relevanten Organisationen geeinigt, gemeinsam ein vollständiges maritimes Lagebild zu erarbeiten. Die deutsche Marine wird dieses Ressort übergreifend mit den an der maritimen Sicherheit Deutschlands beteiligten Dienststellen teilen.
Lösungen
Die CSC-Studie unterstützt die Auswertung von Informationsquellen und verbessert die intelligente lernfähige Datenfilterung. Sie gibt Entscheidungshilfen wie der Datenaustausch von erzielten Aufklärungsergebnissen über Informationsdomänen hinweg erfolgen kann und unterbreitet Vorschläge zu dessen Realisierung.
Die CSC-Studie untersucht, wie Datenquellen unterschiedlicher Herkunft und Technologie in einem übergreifenden maritimen Lagebild zu integrieren sind. Desweiteren zeigt sie Möglichkeiten auf, ein kumuliertes Lagebild zu validieren. Die CSC-Studie erläutert, wie ein nicht nur kumuliertes -, sondern vor allem konsolidiertes maritimen Lagebild ressortübergreifend erstellt, gepflegt und für eine gemeinsame abgestimmte Entscheidungsfindung nutzbar ist.
Ergebnisse
Die CSC-Studie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil dokumentiert den Zwischenbericht über die derzeitige Ausgangslage. Er zeigt bestehende Systemzusammenhänge auf. Außerdem untersucht er Systemanteile sowie Funktionalitäten der vorgegebenen CGM-Produkte (Computer Graphics Metafile) und Prototypen hinsichtlich ihrer möglichen Einbindung in das über greifende NATO Framework BRITE. Dazu zählen die Lagebilder, aber auch Informationsaustauschbeziehungen sowie Datenquellen und Datenbanken.
Gemeinsam mit der Marine wurde auf funktionaler Ebene das mögliche Zielsystem IP07 für den Aufbau und die Auswertung eines umfassenden Lagebildes in den deutschen Hoheitsgewässern und der ausschließlichen Wirtschaftszone skizziert und die zugehörigen Anforderungen festgeschrieben. Daraus ergaben sich Vorschläge für die Realisierung eines Demonstrators sowie weiteren Vorgehensweisen, wie das Zielsystem IP07 zu migieren ist.
Der zweite Teil der Studie unterteilt sich in drei Abschnitte. Zuerst erarbeiteten wir einen Systemarchitekturvorschlag in einem eigenständigen Dokument. Der zweite Abschnitt beinhaltet die Vorgehensweise, um einen Demonstrator auf Basis des NATO Framework BRITE (Baseline for Rapid Iterative Transformational Experimentation) zu realisieren und zu implementieren. Damit lassen sich Kern-Funktionalitäten beispielhaft im sogenannten Limited Objective Experiment (LOE) vorführen. Der letzte Abschnitt dokumentiert die Erfahrungen und Ergebnisse aus der Demonstrator-Phase in einem Abschlussbericht in Abstimmung der Marine.
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