Meinung - Der Bologna-Prozess
Inhaltsübersicht PREMIUM Herbst 2010
Ein besseres Bildungssystem für ganz Europa
Den folgenden Beitrag verfasste Enrique Barón Crespo ursprünglich für die Tagung „Management Education: fostering innovative and responsible leadership in emerging countries“. Die Tagung fand im Juli 2010 in Shanghai statt. Zweck des Symposiums war Untersuchung und Vergleich der Manager-Ausbildung an Wirtschaftshochschulen in Asien und Europa.
Der spanische Politiker ist Wirtschaftswissenschaftler und Jurist. Seit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Union 1985 hat Crespo eine Reihe von Ämtern auf europäischer Ebene bekleidet. Darunter das des Europäischen Parlamentspräsidenten von 1989 bis 1992 und das des Vorsitzenden des Ausschusses für internationalen Handel von 2004 bis 2009. Er ist Mitglied des Kuratoriums der unabhängigen Denkfabrik Friends of Europe.
Die Bologna-Erklärung der europäischen Mitgliedsstaaten leitete 1999 den Bologna-Prozess ein. Ziel der Initiative ist die Schaffung einer einheitlichen europäischen höheren Bildungszone, in der sich die Studierenden aus einem reichhaltigen, hochqualitativen und überall gleichermaßen anerkannten Studienangebot bedienen können.
Eine ganze Serie von Reformen sorgt seither dafür, dass die Hochschulbildung quer durch Europa angeglichen und für Studierende aus Europa und der ganzen Welt attraktiver und wettbewerbsfähiger wird. Letztendlich strebt die Gemeinschaft ein Bildungssystem an, das sich mit den Leistungsfähigsten der Welt messen kann – vor allem den Systemen der USA und Asiens.
