Kooperation mit renommierten Partnern zur Unterstützung der eCard-Strategie der Bundesregierung
Wiesbaden, 23. Juli 2007. Computer Sciences Corporation (CSC) unterstützt zusammen mit Partnerunternehmen die eCard-Strategie der Bundesregierung, die einen einheitlichen Standard für alle elektronischen Karten – zum Beispiel für den digitalen Personalausweis – einführen will. Dazu ist CSC Mitglied in einem renommierten Kreis von Unternehmen wie Adobe Systems, SUN Microsystems, der Giesecke & Devrient GmbH sowie Fujitsu Siemens, die die Verbreitung des vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) entwickelten eCard-API-Standards wesentlich vorantreiben. CSC und die weiteren Mitglieder unterstützen und begleiten hierfür die Produktzertifizierung des gemeinsamen Partners OpenLimit AG hinsichtlich ihrer eCard-API-konformen Middleware Komponenten.
Am 16. Juli passierten die OpenLimit AG und ihre Partner einen wichtigen Meilenstein: Das BSI übergab dem Unternehmen nach sorgfältiger Verifizierung die erste Zertifikats-ID zur Prüfung der korrekten Umsetzung der Technischen Richtlinie BSI TR-03112-2 (eCard-API-Framework). OpenLimit ist somit das erste Unternehmen, das eine Zertifizierung dieser Art beantragt hat. Die Software des IT-Spezialisten basiert auf den Vorgaben der neuen Technischen Richtlinie BSI TR-03112. Sie bildet die Schnittstelle zwischen Anwendungen, Kartenlesegeräten und Chipkarten. Anwender können somit aus den von ihnen erstellten Software-Applikationen einfach auf die Chipkarten zugreifen. Zudem profitieren sie künftig davon, dass alle Komponenten (Karten, Lesegeräte und Anwendungen) miteinander kompatibel sind.
Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI, begrüßt den innovativen Schritt: „Viele Vorgänge im E-Business und E-Government, die bislang mit viel Schriftverkehr und Behördengängen verbunden waren, lassen sich künftig bequem von zu Hause aus erledigen. Mit der Technischen Richtlinie haben wir einen Standard geschaffen, der im Sinne der eCard-Strategie der Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag zur technischen Umsetzung der Geschäftsprozesse für Wirtschaft, Verwaltung und Bürger leistet.“
Die eCard-Strategie der Bundesregierung vom 9. März 2005 sieht vor, dass die geplanten Kartenprojekte der Bundesverwaltung – die elektronische Gesundheitskarte (eGK), der digitale Personalausweis (ePA) und der Reisepass (ePass), die elektronische Steuererklärung (ELSTER) sowie der elektronische Einkommensteuernachweis (ELENA/Jobcard) – eng aufeinander abgestimmt werden. Gleiche Standards und die breite Verwendbarkeit der Chipkarten für den elektronischen Geschäftsverkehr sollen Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen zum Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung gewährleisten.
CSC tritt seit Jahren für mehr Standards im Bereich von Signaturen und Kartenlösungen ein und fördert die Verbreitung des eCard-API-Standards und damit die eCard-Strategie der Bundesregierung maßgeblich. In vielen Beratungsprojekten der vergangenen Jahre – insbesondere auf Bundes- und Landesebene – stand das IT-Beratungs- und Dienst-
leistungsunternehmen immer wieder fehlenden Standards in diesem Bereichen gegenüber. Gemeinsam mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) hat CSC im Rahmen der Spezifikation des ArchiSafe-Konzepts bereits ein konkretes Anwendungsszenario einer standardisierten eCard-API umgesetzt. „Seitdem treffen wir auf viel Interesse, diese Lösung in die Breite zu tragen“, so Dr. Julia Bertrams, Mitglied der Geschäftsleitung von CSC in Deutschland.
Mit einem einheitlichen eCard-API für eine grundsätzliche, standardisierte Karten-Architektur, mit Archisafe als konkrete Umsetzung und mit den Lösungen von OpenLimit sind nun die Weichen für ein durchgängigeres eGovernment gestellt. Bestens gerüstet ist der Bund nun auch für die künftigen Herausforderungen zum Beispiel die Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie oder die Implementierung von Bürgerportalen als sichere Kommunikationsräume.
Bertrams: „CSC wird alle Bemühungen hinsichtlich einer Verbreitung der eCard-API sowie die zugehörigen Lösungsszenarien nachdrücklich unterstützen. Wir werden unsere laufenden Projekte sowie unsere Mitarbeit in Gremien und Verbänden wie dem BITKOM und der Initiative D21 nutzen, um die Berücksichtigung dieses Standards breit zu fördern.“