Meilensteine 1970 - 1979
| TIME-SHARING-SYSTEME REVOLUTIONIEREN CSC | ||
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In den späten 60er-Jahren beobachteten die Ingenieure von CSC die Kombiwagen, die im Leerlauf vor der Unternehmenszentrale warteten, während Kuriere Kartons mit Papieren ausluden, die führende Luft- und Raumfahrtunternehmen zur Verarbeitung an CSC schickten. Um Kunden in Wirtschaft und Verwaltung von diesen Papierbergen zu befreien, begann CSC ein Datenfernverarbeitungssystem zu entwickeln, das CSC-Rechner mit Kundenterminals auf der ganzen Welt verbinden sollte. Dieses System war der Vorläufer des Time-Sharing- oder Mehrbenutzerbetriebs, der nächsten großen Entwicklung in der Computerindustrie. Time-Sharing-Systeme ermöglichten es Hunderten von Kunden an verschiedenen Standorten, ihre Arbeitsaufträge gleichzeitig auf ein und demselben Computer abzuarbeiten. Wieder einmal erkannten Jones und Nutt mit als Erste die rasanten Veränderungen in der Informationstechnologie und besaßen den Mut, ihr Unternehmen radikal umzubauen, um diese neuen Chancen wahrzunehmen. |
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| INFONET | ||
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Zu jener Zeit waren die Systeme der Konkurrenz rein als – zugegebenermaßen gewaltige – Fernrechner für Ingenieure ausgelegt. Diese Systeme boten entweder Stapel- oder Dialogbetrieb – aber nicht beides zugleich. Infonet, das intern entwickelte System von CSC, bot sowohl Stapel- als auch Dialogverarbeitung. Darüber hinaus ermöglichte das Unternehmen nicht nur Ingenieuren, sondern auch kaufmännischen und wissenschaftlichen Anwendern den Zugriff auf Infonet. 1972 wurde CSC Infonet im Rahmen des bis dato umfangreichsten Datenfernverarbeitungsvertrages für den Time-Sharing-Betrieb der US-Regierung ausgewählt. Bis 1975 war Infonet zu einem 100.000-Meilen-Netzwerk herangewachsen, das 125 Städte und nahezu alle amerikanischen Staatsbehörden bediente. Zwei Jahre später wählte AT&T das CSC-Netzwerk für die Bell-System-Niederlassungen in allen Teilen der Vereinigten Staaten aus. 1978 nahm CSC eine Infonet-Satellitenverbindung zwischen Chicago und Brüssel in Betrieb und ergänzte anschließend das Netzwerk um weitere Verbindungen von der Bundesrepublik Deutschland nach Italien. Im nächsten Schritt folgte die Einrichtung eines Infonet-Zentrums in Mexico City. CSC bot auch erstmals Datenfernverarbeitungsdienste in Südafrika an. Mit der Gründung von Computer Sciences Australia dehnte CSC ihr Infonet auf den asiatisch-pazifischen Raum aus. In Taiwan wurde eine Infonet-Verbindung eingerichtet. Das Unternehmen hatte ein weltumspannendes Netzwerk aufgebaut. In den nächsten zehn Jahren entstanden Infonet-Allianzen in Japan, Singapur, Südkorea, Hongkong und Malaysia. |
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| WACHSENDES KNOW-HOW IN KOMPLEXEN PROJEKTEN | ||
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Als Computer und ihre Software zu einem immer unentbehrlicheren Bestandteil umfangreicher staatlicher Systeme wurden, spielte CSC eine Vorreiterrolle, indem sie Lösungen für äußerst komplexe und wichtige Probleme bot. Im Jahr 1970 errang CSC den heiß umkämpften Auftrag für die Softwareentwicklung des Aegis-Programms der U.S. Navy. Im Rahmen dieses Projekts mussten Computer, Kommunikation, Technik und Software zu einem einzigen Kampfsystem verwoben werden – in dieser Größenordnung war dies noch nie zuvor versucht worden. Die Software-Systeme von CSC funktionierten einwandfrei, und das Projekt wurde schneller abgeschlossen als ursprünglich vorgesehen. Im Laufe dieses Jahrzehnts modernisierte CSC die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde durch die Entwicklung von 1,2 Millionen Codezeilen für den Betrieb von Fluglotsensystemen. 1977 gab die NASA dann CSC den Zuschlag für Supportverträge für das Kennedy Space Center und das Johnson Space Center. |
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