Success Stories
Unfallversicherung - Elektronische Feststellung und Erledigung
Kunde:
AUVAHerausforderung:
- Die im Einsatz befindlichen Altsysteme und auf Papier basierenden Prozesse sollten durch ein modernes und flexibles System abgelöst werden.
Lösung:
- Die Lösung ist ein Standardprodukt für die Unfallversicherung in Österreich – „ein einheitliches System für alle Unfallversicherungsträger“.
Ergebnisse:
- Durch die von CSC gewählte Releasestrategie konnte EFEU zügig und effizient umgesetzt werden und ist seit März 2010 im Vollausbau bei allen 4 Unfallversicherungsträgern erfolgreich im Einsatz.
Die gesetzliche Unfallversicherung (UV) in Österreich wird von 4 Sozialversicherungsträgern betreut: die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) und die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB). Gemeinsam sind rund 5,7 Millionen ÖsterreicherInnen bei den 4 Unfallversicherungsträgern gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Neben der Erbringung von Sach- und Geldleistungen, stellt die Unfallprävention ein wichtiges Aufgabengebiet dar.
Das Projekt
EFEU wurde zwischen 2002 und 2010 als Standardprodukt der österreichischen Sozialversicherung (SV) unter der Federführung der AUVA entwickelt, welches den Leistungsbereich der 4 gesetzlichen Unfallversicherungsträger in Österreich abdeckt. Die im Einsatz befindlichen Altsysteme und auf Papier basierenden Prozesse wurden durch ein modernes und flexibles System abgelöst.
Durch das neue System wurden die vorgegebenen Ziele erreicht. Das System ist in der Lage, mehr als 2.5 Millionen Versicherungsfälle bei einer Wachstumsrate von ca. 200.000 Fällen pro Jahr zu verarbeiten und die bestehenden Geschäftsprozesse in der Unfallversicherung zu vereinfachen. Die Geschäftsprozesse werden durch eine integrierte Workflow-Anwendung und einem elektronischen Akt unterstützt. Die spezielle Herausforderung dabei war, die verschiedenartigen Organisationsstrukturen sowie die unterschiedlichen Gesetzeslagen (ASVG, BSVG und B-KUVG) der einzelnen Unfallversicherungsträger zu bewältigen.
Unsere Lösung
EFEU wurde in einer verteilten service-orientierten Architektur (SOA) auf Basis von Microsoft .NET 3.5 und SAP for Insurance sowie Cognos Enterprise Suite realisiert. Zentrale Architekturkomponenten sind MS SQL Server, MS BizTalk Server, MS Share Point Services und Windows Workflow Foundation sowie auf der SAP Seite die Module HR, CD und WAS –WebApplicationServer. EFEU ist mandantenfähig und servisiert zahlreiche Schnittstellen zu externen Systemen.
Hervorzuheben ist die SOA-Integration mit SAP (als Service für Leistungsabrechnung, Haupt- und Nebenbuchhaltung sowie Auszahlung) sowie die SOA-Integration des Standardprodukts ZPV - Zentrale Partnerverwaltung (als Service des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger für die Partner-Stammdatenführung). Die Lösung ist ein Standardprodukt für die Unfallversicherung in Österreich – „ein einheitliches System für alle Unfallversicherungsträger“. Mehr als 1500 User, die in ganz Österreich verteilt sind, arbeiten mit der modernen und leistungsfähigen Benutzeroberfläche von EFEU.
Unsere Leistung
“Wir haben mehrere Partner für die Projektleitung geprüft und schließlich CSC gewählt, weil sie den besten Mehrwert und die meiste Erfahrung geboten haben,” sagt Dr. Hans Burkard, Leiter der IT Abteilung. “CSC stellte außerdem einen Projektleiter, der sehr hohe Fachkenntnisse besaß – das war ein weiterer entscheidender Punkt.”CSC leitete die Entwicklung von EFEU von Beginn der Konzeption über die Entwicklung bis hin zum flächendeckenden Rollout auf die vier Sozialversicherungsträger.
Neben der anspruchsvollen Aufgabe der Gesamtprojektleitung standen für den CSC Projektleiter Mag. Manfred Kirmair besonders die komplexen Kommunikationsanforderungen eines SV-Standardprodukts und das Zusammenwirken der Vertreter von 4 Kunden und 4 externen Dienstleistern in einem schlagkräftigen Projektteam im Vordergrund.
„Die Fähigkeit Herausforderungen einer multikulturellen, Multianbieter- und Multikunden-Umwelt zu meistern - war die größte Leistung von CSC,“ sagt Mag. Gustav Kaippel, Chief Information Officer und Chief Financial Officer der AUVA. “Das Projekt verschafft uns ein sicheres, flexibles elektronisches Aktenverwaltungssystem – das heißt keine Papierablage mehr – mit Zukunftssicherheit für die nächsten Jahrzehnte. “
Die Migration der Altsysteme lief in 3 Phasen mit 8 unterschiedlichen Produktionsterminen ab. „Das iterative Vorgehen war entscheidend für den Projekterfolg,“ betont Dr. Josef Dirnberger, der CSC Rollout-Manager, „Frühzeitig wurde die Datenqualität messbar gemacht und schrittweise verbessert.“
Im September 2006 ging Release 1, der elektronische Akt und das Workflowsystem, live. Release 2 folgte im Dezember 2007 und stellte die Verwaltung der Geldleistungen zur Verfügung. Im September 2009 folgte das dritte Release. Es bietet auch Sachleistungen und Leistungen der Rehabilitation. Durch die von CSC gewählte Releasestrategie konnte EFEU zügig und effizient umgesetzt werden und ist seit März 2010 im Vollausbau bei allen 4 Unfallversicherungsträgern erfolgreich im Einsatz.
Der Kundennutzen- Erhöhte Prozesskontrolle: Änderungen an den Daten lassen sich jederzeit nachverfolgen.
- Kosteneffizienz: Die Versicherungen können nun mit weniger Mitarbeiter und zu geringeren Kosten ihre Leistungen erbringen – dies hilft dem österreichischen Sozialsystem
- Sicheres, flexibles elektronisches Aktenverwaltungssystem: Im Rahmen von EFEU wurde die Papierablage durch die Einführung des elektronischen Aktes abgelöst. Dies spart Zeit und Geld und schafft gleichzeitig Flexibilität. Versicherungsfälle können unabhängig vom Ort bearbeitet werden, den Versicherten kann unabhängig vom Ort unmittelbar zu ihren Fällen Auskunft gegeben werden. Der Workflow lässt sich beliebig an gewünschte Kriterien anpassen und bietet Potential für weitere Prozessverbesserungen
- Verbesserte Unfallprävention:
Umfangreiche statistische
Auswertungen helfen bei der Unfallprävention
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